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Kinondoni Communication Centre

Das KCC ist eine aus einer Nachbarschaftshilfe entstandene soziale Einrichtung in Kinondoni, einem Stadtteil Dar es Salaams, nicht weit entfernt von dessen Innenstadt. In diesem Gebiet lebten anfangs der 1990er Jahre, als das KCC gegründet wurde, vorwiegend Familien, die erst in jüngster Vergangenheit den Schritt vom Land in die Stadt gewagt hatten, um bessere Einkommensverhältnisse zu erzielen. Damals hatte der Slum-ähnliche Stadtteil keinerlei städtische Infrastruktur. Das KCC machte es sich daher zur Aufgabe, in Selbsthilfe die Lebensbedingungen in diesem Gebiet zu verbessern. Neben Interessen-Vertretung gegenüber den lokalen Verantwortlichen für eine Verbesserung der Infrastruktur ist der KCC Kindergarten Kernstück des KCC. Ein Erfolg der Interessengemeinschaft des KCCs zeigte sich, als der Stadtteil 1995 für ein städteplanerisches Pilotprojekt des „Up-gradings“ von ungeplanten Siedlungen ausgewählt wurde.

In Dar-es-Salaam sind Grundschulklassen mit 100 bis 180 Kindern keine Seltenheit, sondern die Regel. Angesichts dieser Situation schicken wohlhabende und reiche Eltern ihre Kinder auf private Grundschulen. In den staatlichen Grundschulen bleiben die Kinder der armen Bevölkerungsmehrheit zurück. Obwohl das „Up-grading“ einige Verbesserungen brachte, sind bis heute Straßen, Abwassersystem und Energieversorgung in Kinondoni nur in sehr schlechtem und rudimentärem Zustand vorhanden, und auch die Einkommensstruktur des Viertels hat sich nur gering verbessert, Privatschulen können sich die allerwenigsten leisten. Viele Eltern schicken ihre Kinder in Kindergärten, wo die Kinder - bevor sie überhaupt eingeschult wurden - Lesen, Schreiben und Rechnen lernen sollen, um in der Grundschule bessere Chancen zu haben dem Unterricht zu folgen. Die Ärmsten haben in der Regel keinen Zugang zu Förderangeboten wie Nachhilfe und im noch immer sehr konservativen Schulsystem Tansanias sitzen die schlechten Schüler meist in den letzten Reihen, wo sie dem Unterricht endgültig nicht mehr folgen können.

 

Der Kindergarten des KCC richtet sich an die Eltern, die sich einen normalen Kindergartenplatz für ihre Kinder nicht leisten können. Zwar wird auch hier ein Unkostenbeitrag gezahlt, die Gebühren liegen jedoch um ein Vielfaches niedriger als in anderen Kindergärten, da das KCC gemeinnützig organisiert ist und das Grundstück und die Gebäude dem KCC selber gehören. Dies war auch der Hilfe des Hamburger Vereins SterniPark e.V. zu verdanken, allerdings hat SterniPark die Unterstützung für das KCC vor Jahren eingestellt. Inzwischen hat das KCC durch die monatlichen Beiträge der Eltern eine Unabhängigkeit von deutschen Geldern erreicht.. Zurzeit werden fast 60 Kinder täglich im KCC betreut und bekommen vormittags eine warme Mahlzeit. Seit Januar 2014 wird zusätzlich eine Nachmittagsbetreuung angeboten, die es den berufstätigen Eltern ermöglicht, ihr Kind versorgt zu wissen. Für die Kinder der Nachmittagsbetreuung gibt es zusätzlich ein warmes Mittagessen und anschließend werden sie in kleineren Gruppen von den beiden Lehrerinnen unterrichtet.

 

 

Die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Mitgliedern Kawaidas und dem KCC Kindergarten geht weit hinter die Gründung Kawaidas zurück und fällt noch in die Zeit der Unterstützung durch SterniPark e.V.. Während dieser Zeit absolvierten Sebastian Müller (2000) und Johann Lieberich (2002) ihren „Anderen Dienst im Ausland (ADiA)“ im Kindergarten. Damit ist das KCC der Partner, mit dem wir schon am längsten zusammenarbeiten. Seit 2010 leistete ein von Kawaida entsandter weltwärts-Freiwilliger seinen Dienst im KCC.