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Feuerwehrleute werden Rettungsschwimmer - Bitte um Unterstützung!

Mittwoch, 28. Dezember 2011, 13:56

Seit August 2011 ist die HAW-Studentin Janne Börold zu einem Praxissemester bei der Feuerwehr Dar es Salaam in Tansania. Sie hat die Überschwemmungen in Dar es Salaam vor Weihnachten direkt miterlebt und wendet sich nun in einem Spendenaufruf an die Öffentlichkeit:  
 
Mein Name ist Janne Börold, ich studiere an der HAW Hamburg Rescue Engineering. Im Rahmen eines Praxissemesters wurde ich als Praktikantin der Hamburger Feuerwehr an die Berufsfeuerwehr in Dar Es Salaam entsandt. Hier arbeite ich als Ausbilderin und Supervisorin. Bei der Organisation und Vorbereitung wurde ich sehr durch den Verein Kawaida – Sozialer Dienst in Afrika e.V. unterstützt, der mir nun auch bei diesem Projekt weiterhilft. 
 
In den vergangenen Tagen gab es extreme Regenfälle in Dar es Salaam. Das führte dazu, dass LKW von der Straße gespült wurden, Straßen weggebrochen sind, sämtliche Häuser der Lowlands, in denen die ärmere Bevölkerung lebt, einfach weggespült wurden.
 
 
 
Die Tansanier standen von den Eindrücken dieses Naturschauspiels wie gefesselt an den Straßen, da es sowas hier noch nie gegeben hat. Meterhoch peitschte das Wasser in enormer Geschwindigkeit an uns vorbei und riss alles was im Wege stand mit. 
 
In Folge dessen rückte die Berufsfeuerwehr, die aus einer einzigen Wache besteht, zur Rettung Hilfloser aus, die durch meterhohes Wasser und starke Strömungen in ihren Häusern, auf Wellblechdächern und auf Bäumen gefangen waren. 
 
Unser Eintreffen wurde sehnsüchtig erwartet. Hunderte aufgeregte Menschen erwarteten von uns Handlungen, zu denen wir nicht im Stande waren. 
 
Die Ausrüstung der Feuerwehr ist mehr als dürftig. Erfahrungen im Bereich Wasserrettung existieren keine, obwohl wir direkt am Indischen Ozean liegen. Auf unserem Fahrzeug gab es NICHTS, was hätte schwimmen können! 
 
Wir warteten. Doch nach uns kam niemand. Als auch der Hubschrauber der Polizei aufgrund der Wetterverhältnisse nicht weiterhelfen konnte, ging ich mit einigen Kollegen ins überkopfhohe Wasser. Meine Kollegen begleiteten mich, weil sie sich mich nicht allein gehen lassen wollten und weil sie unter enormen Handlungsdruck standen. 
 
 
 
Der Unterschied zwischen mir und meinen Kollegen ist entscheidend: ICH KANN SCHWIMMEN – SIE NICHT. 
 
Anhand einer vor kurzem mit einem ausgesonderten Fahrzeug der Hamburger Feuerwehr eingetroffenen Feuerwehrleine konnten wir uns zumindest zurückziehen, wenn die Kräfte am Ende waren. Im Endeffekt konnten wir an diesem Tag sieben Personen ins Krankenhaus bringen. 
 
Wie unbeholfen viele Tansanier im Wasser sind, soll auch folgendes Erlebnis darstellen: Eben noch lief ein Kamerad neben mir, einen Schritt weiter war er weg. Als er unter Wasser war, gab es nicht einmal irgendwelche Paddelversuche. Wie im Film wurde er am Schlafittchen hochgezogen und angsterfüllte Augen guckten mich mit großem Schrecken an…
 
Der Feuerwehr mangelt es an technischem Equipment wie einem Rettungsboot aber auch an Hilfsmitteln wie Schwimmwesten, Rettungsringen und Rettungsleinen. 
 
Viel wichtiger und elementarer ist, dass die Einsatzkräfte einer Hafenstadt schwimmen und retten können. Zuzuschauen wie in unmittelbarer Entfernung ein Mensch ertrinkt, schafft ein Gefühl der Hilflosigkeit und Schuld. Vom City Fire and Rescue Services Dar es Salaam wird erwartet, dass es als letzte Instanz Hilfe in Notfällen leistet. Doch diese Einsätze sind für die Einsatzkräfte aufgrund materieller und ausbildungsbedingter Defizite kaum schaffbar und lebensgefährlich. 
 
Ich bitte daher, um Ihre Unterstützung, die Feuerwehrleute schnellstmöglich zu Schwimmern ausbilden lassen zu können. Da Menschen in Panik unkontrolliert reagieren, muss auch der Umgang mit solchen Situationen erlernt werden. Dafür müssen Techniken bekannt sein, wie man andere Personen retten kann. Daher muss dem Schwimmlehrgang zwingend ein Rettungsschwimmer folgen. 
 
Da mein Einsatz hier beschränkt ist, ich viele weitere Ausbildungsprojekte habe und ich selbst kein Rettungsschwimmer bin, kann ich diese Ausbildung nicht selbst durchführen. 
 
Der Kurs Personal Survival Techniques am Dar-es-Salaam Maritime Institutekostet 83.000TSHS (ca. 40€). 
 
Eine Schwimmweste 65.000TSH (ca. 31.30€). 
 
Zum Abschluss möchte ich erwähnen, dass ich hier als Held gefeiert wurde, nur weil ich schwimmen kann. Bitte unterstützen Sie dieses Projekt, um viele Feuerwehrleute für ähnliche Situationen zu Helden werden zu lassen und der Bevölkerung tatkräftig helfen zu können. 
 
Der erste Lehrgang könnte bereits im Januar stattfinden, sodass wir für die große Regenzeit im März besser vorbereitet sein können. 
 
Vielen Dank!
 
Janne Börold
 

Sollten Sie also Interesse daran haben, den Rettungsschwimmerlehrgang für die Feuerwehr zu unterstützen, überweisen Sie Ihre Spende mit dem Verwendungszweck "Rettungsschwimmer" bitte auf unser Spendenkonto: 

 

Kawaida e.V. 

Kto: 2007860600

BLZ: 43060967

GLS Gemeinschaftsbank eG

 

Wenn Sie im Verwendungszweck auch Ihre Adresse mit angeben, erhalten Sie im Januar natürlich auch eine Spendenbescheinigung über Ihre Spende.